Gendertreff     |     Fenster schließen    |     Gendertreff Plattform    |     Xenia    |     Impressum    |    Pressemeldungen zum Thema Transgender


Nächster "Mann" erwartet Kind
Zweiter Fall bekannt geworden

(miwa) - Der Amerikaner Thomas Beattie sorgte 2008 als erster schwangerer Mann für Schlagzeilen. Inzwischen hat "er" ohne weiter größeres Aufsehen schon "sein" zweites Baby zur Welt gebracht. Das Paar lebt in Kalifornien mit zwei zehn- und zwölfjährigen Jungs zusammen, die aus einer früheren Beziehung von Thomas mit einer Partnerin stammen.

Das Vorbild von Thomas Beattie brachte wohl auch Scott Moore auf den Geschmack: Er steht nun ebenfalls kurz vor der Entbindung. Scott ist rechtmäßig verheiratet mit Thomas (30), der noch eine weibliche Geburtsurkunde hat. Beide kamen als Mädchen auf die Welt. Die beiden lernten sich 2005 in einer Selbsthilfegruppe kennen. Das Paar hat bereits zwei adoptierte Söhne, Gregg (12) und Logan (10). Samen-Spender ist ein Freund des Paares. Wie der "Telegraph" in seiner Online-Ausgabe berichtet, soll der 30-Jährige schon im kommenden Monat ein Kind zur Welt bringen. Der als Frau geborene Moore sei nach zahlreichen Hormonbehandlungen und Operationen zwar ein Mann, heißt es in dem Artikel. Da Moore sich aber nicht alle weiblichen Organe entfernen ließ, war eine Schwangerschaft trotzdem möglich. Gegenüber dem "Telegraph" sagte Moore zu seinem ungewöhnlichen Leben: "Es gibt zwar einige Leute, die uns kritisieren, aber wir führen ein glückliches Leben und schämen uns für nichts."

Moore, der als Jessica geboren wurde, fühlte seit seiner Pubertät, dass er als Mann leben möchte. Mit 16 Jahren bekam er von seinen Eltern die Erlaubnis, entsprechende Hormone zu nehmen. Seine Eltern bezahlten auch die Operation, bei der ihm seine Brüste entfernt wurden. "Ich war damals depressiv und meine Eltern sahen ein, dass das der einzige Weg ist, mir zu helfen", so Moore. Der "Huffington Post" zufolge soll das Kind ein Junge werden, den das Paar Miles nennen möchte.
Quelle (GMX) 2010


50 Prozent aller transsexuellen Männer lässt sich umwandeln
In Deutschland werden pro Jahr etwa 3000 Fälle mit Transsexualität diagnostiziert. Im Zeitalter des Internet sind Informationen über die Krankheit für alle leichter zugänglich und mehr Menschen, die vermuten im falschen Körper geboren worden zu sein, wagen es, einen Arzt aufzusuchen, um sich Rat zu holen und eine Diagnose stellen zu lassen. Auch die Wahrnehmung von Transsexualität in der Gesellschaft habe sich gewandelt. So lassen sich etwa die Hälfte aller Männer und ein Drittel aller Frauen eine chirurgische Umwandlung durchführen, erklärt Chirurg Jürgen Schaff vom Münchner Rotkreuzklinikum. Allein dort werden Pro Jahr etwa 300 entsprechende Operationen durchgeführt.
Quelle (Internet - www.paradisi.de) 2009


Transvestiten
Urlaub von der Männlichkeit
Von Erik Zyber

Die Verwandlung: Aus Mann wird Frau
„Erwarten Sie bitte nichts Spektakuläres.“ Diese Worte hat Stella unserem Blind Date in einem Frankfurter Café vorausgeschickt. Vergebens sucht sie nun der Blick zwischen den überwiegend älteren Herrschaften, die sich um dampfende Kaffeetassen und üppige Kuchenstücke versammelt haben. Auf die Nelke im Knopfloch haben wir verzichtet.

Plötzlich steht Stella am Eingang. Blondes Haar, 1,83 Meter groß, eine brillantenbesetzte Brille, eine weiße Rüschenbluse und ein blaues Damenkostüm, das sich nahtlos in die modische Ausstattung der übrigen, eher betagten Cafébesucherinnen einfügt. „Hallo, mein Name ist Stella“, sagt sie mit dunkler Stimme. Wir nehmen Platz. Verwunderte Blicke folgen uns, was nicht sonderlich überrascht, ist Stella doch eine außergewöhnliche Person. Außergewöhnlich genug jedenfalls, um auf ein Erkennungszeichen verzichten zu können. „Einen TV erkennt man immer“, hatte sie vorab geschrieben. Stella ist ein Mann, TV die Abkürzung für Transvestit.

Ein Halsband verdeckt den Adamsapfel
Stella erzählt, dass sie jeden Mittwochnachmittag in diesem Café verbringt. Die anderen Stammgäste kenne sie vom Sehen, so die zwei Herren, die neben uns sitzen und zu denen sich nach einiger Zeit stets ein Dritter hinzugeselle. Welches Make-up benutzt sie? „Art Deco Camouflage“, antwortet sie, „weil es stärker deckt als herkömmliches Make-up.“ Frauen nähmen es, um Hautunreinheiten damit zu übertünchen. Sie aber verwende es, um ihren Bartansatz zu verbergen. Was noch? Blauer Lidschatten, hortensiafarbener Lippenstift. Lidstrich und Wimperntusche sind schwarz, die Fingernägel pink lackiert. Natürlich trägt sie eine Perücke. Davon habe sie mehrere, alle in blond. Ihren Adamsapfel verdeckt sie mit einem Halsband aus Seide. Das sei bei Transvestiten so üblich.

„Mit der Kleidung ist es viel schwieriger“, verrät sie, „schließlich habe ich nicht den Körper einer Frau.“ Deshalb kauft sie ihre Kostüme in der Regel bei einem Versand. Dort könne man den Rock und das Jackett separat bestellen, bei einem Größenunterschied von vier Nummern sei das auch nötig. In Frankfurt gebe es außerdem die Boutique „Transnormal“, die verwandlungshungrige Männer mit Damenkleidung und diversen Accessoires ausstattet.

Ihre Hüften polstert Stella aus, die männliche Brust wird mit einer Silikoneinlage im BH erweitert – Körbchengröße B. Gelegentlich trägt sie Abendkleider, die sie von einer Schneiderin umarbeiten lässt. „Die brauche ich für die Oper“, flüstert sie, „ich liebe klassische Musik.“ Natürlich müsse sie sich vorher rasieren. Behaarte Beine unter einem Kleid, das nur bis zu den Knien reicht, seien absolut tabu. „Die Körperrasur ist eine heikle Angelegenheit“, gesteht Stella, „mitunter sogar ein Scheidungsgrund.“ Nur bis wenige Zentimeter oberhalb der Knie dürfen die Haare ab, so die eheliche Vereinbarung.

Arrangement mit der Ehefrau
Stella ist seit über drei Jahrzehnten verheiratet. Sie hat zwei Kinder, ist berufstätig und trägt an sechs Tagen in der Woche gewöhnliche Männerkleidung. Nur an ihrem freien Mittwoch ist sie „en femme“ unterwegs, eine Neigung zum „Crossdressing“, die sie schon im Kindesalter entwickelt hat: „Es fängt damit an, dass man die Kleidung der Mutter oder der Schwester anprobiert, dass man hin und wieder versucht, sich wie eine Frau zu schminken.“ Später verleugne man diese Neigung, man halte sich für unnormal. „Meine Frauenkleider habe ich früher regelmäßig in den Müll geschmissen“, sagt sie. Nach ein paar Wochen habe sie sich dann aber wieder neue gekauft.

Nach der Heirat musste Stella ihre Neigung verbergen: „Ich musste immer eine passende Gelegenheit abwarten. Manchmal war es nur für ein paar Stunden, manchmal ist meine Frau einige Tage verreist.“ Wenn sie ihre Neigung nicht hin und wieder ausleben könne, werde sie aggressiv, geradezu unausstehlich, gelegentlich auch depressiv. Vor sieben Jahren habe sie ihrer Frau endlich ihr Geheimnis offenbart. Seitdem habe man sich arrangiert. Stellas Kleiderschrank steht im Keller, die Männerkleidung darf im gemeinsamen Schlafzimmer bleiben. „Damit entfällt auch dieses ständige Versteckspiel“, sagt sie.

Manche Transvestiten kleiden und schminken sich in ihrem Auto auf einem Parkplatz, damit die Frau oder die Kinder nichts bemerken. Sogenannte Kammertransvestiten trauen sich erst gar nicht aus dem Haus und verbringen den Abend in Damenkleidung allein vor dem Fernseher. Stella musste einmal zwei Stunden in ihrem Haus warten, weil sich die Nachbarn auf der Straße in ein längeres Gespräch vertieft hatten. Am schlimmsten aber sei das schlechte Gewissen gegenüber der Gattin, sagt sie.

„Transvestiten sind nicht schwul“
Stella bestellt einen Kirschsaft. Wir kommen auf Klischees zu sprechen. Stella klärt auf: „Transvestiten sind nicht schwul.“ Viele Travestiekünstler dagegegen seien homosexuell, auch viele „Drag Queens“, Transvestiten, die sich meist übertrieben-glamourös in Szene setzen. In ihrer Vereinigung seien solche Leute allerdings unwillkommen. Stella spricht von der „Transvestitenvereinigung Frankfurt“, einer Selbsthilfegruppe für Crossdresser und solche, die es werden wollen. Die Gruppe gibt es seit 1985. Sie besteht aus einem harten Kern von zehn Mitgliedern. Mittwochabends treffen sie sich in einem Café, gelegentlich stehen Ausflüge auf dem Programm. „Freundinnen und Ehefrauen sind bei uns sehr willkommen“, sagt Stella.

Um Missverständnisse zu vermeiden, sprechen Transvestiten auch von „Bio-Frauen“, was nichts mit Ökologie, sondern mit der rein biologischen Identität der Frau zu tun hat. Fast alle Mitglieder sind verheiratet, einige haben Kinder. Die Metamorphose empfinden viele als Befreiung von den üblichen Rollenerwartungen, sei es in der Familie, sei es im Beruf: Travestie oder, wie man ganz korrekt sagen müsste, Transvestitismus als Urlaub.

Wir brechen auf zu einer gemeinsamen Shopping-Tour. Stella kauft sich zuerst einen BH, den sie zuvor ohne Probleme in der Damenumkleide anprobieren durfte. Anschließend einen Augenbrauenstift und einen Nagellackentferner für die Gattin. Die Verkäuferinnen sind sehr diskret. Stella erhält sogar ein Werbegeschenk. Später im Café, wo wir Claire, Lorina und Andrea aus der Gruppe treffen, erzählt Stella: „Wenn ich ,en femme‘ unterwegs bin, möchte ich auch als Frau behandelt werden. Wehe, die haben mir wieder einen Herrenduft eingepackt.“ Daraufhin öffnet sie das Werbegeschenk: ein „Anti-Aging-Make-up für natürliche Ausstrahlung“. Glück gehabt.
Quelle (F.A.Z. - Bildmaterial: AP) 2007


Rock vor Gericht durchgeboxt
Washington - Jetzt ist Michael C. (17) aus New Jersey zufrieden: Der Schüler hat vor Gericht das Recht erstritten, Röcke zu tragen. Und das tut er auch: mal geblümt, mal mit Schottenkaros. Nein, Michael wäre nicht lieber ein Mädchen, sondern protestiert gegen eine Regel seiner High School: Die verbietet es Jungs, zwischen Oktober und April Shorts zu tragen. Als Michael doch mit Shorts erschien, sagte der Schulrat: "Wenn du dich benachteiligt fühlst, kannst du ja Röcke tragen." Als er das tat, wurde er wieder heimgeschickt. Darauf klagte Michaels Mutter.
Quelle (Express) 2006


Wegen Bill gehe ich im Rock zur Arbeit
Es hat mich bewegt. Es hat mich berührt. Es hat mich... verängstigt. Bill Tokio hat jetzt also eine neue Frisur. Aha. Er will also so aussehen wie Nena. Schön, schön. Das Schlimme daran: Die Frauen fliegen drauf. Meine neue Freundin J. hat mir letztens erzählt, der Bill wäre ja ein ganz Süßer. Nur leider zu jung. Hallo? Ein Typ der sich die Haare toupiert und schon in den Siebzigern als Freak verschrien wäre, ist also Süß?! Was läuft denn da schief? Und J. ist ja nicht die Einzige, die so denkt. Im Gegenteil. Zugegeben, die meisten Tokio-Hotel-Fans gehören wohl eher zur jüngeren Fraktion - so wie Bill selber. Aber ist das nicht eigentlich noch unheimlicher? Wo soll das bitte hinführen? Hat David Beckhams Metro-Maniküre-Manie nicht gereicht? Wollt ihr wirklich, daß ich ab jetzt im Rock zur Arbeit gehe? Ihr Frauen wißt gar nicht, was ihr da heraufbeschwört...
Quelle (Express) 2006


Kurzfassung einer unbekannten Helferin:
Gisberta ist tot und keine Macht der Welt kann sie wieder zum Leben erwecken. Wir sind tief betroffen, traurig und zornig.
Lissabon: 14 Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren, alle Schüler in einer katholischen Lehranstalt für schwer Erziehbare, haben in Porto eine Transsexuelle brutal zu Tode gefoltert. Sie traktierten ihr Opfer über vier Tage lang mit Steinen und Schlägen und vergewaltigten die Frau mehrfach mit diversen Gegenständen. In den ersten drei Tagen ließen sie die Schwerverletzte in einem leer stehenden Parkhaus zurück, am vierten Tag verscharrten sie die Sterbende in einem metertiefen Graben. Die Schüler haben die Tat gestanden, sind jedoch nach portugiesischem Recht noch nicht strafmündig. Der Leiter des Heimes, in dem die Jungen leben, der katholische Priester Lino Maia, Präsident der IPSSs Union, gestand den Jungen "mildernde Umstände" zu. Er versucht, die Institution, die er leitet und die Jungen für die er verantwortlich ist, zu entschuldigen: die Jungen hätten "Gerechtigkeit mit ihren eigenen bloßen Händen" geübt, das Opfer sei nur zufällig "da" gewesen, hätte quasi als "Ersatz" für einen Erzieher gedient, der die Jungen angeblich sexuell belästigt haben soll. In Portugal herrscht noch immer ein Klima der Gewalttätigkeit und sozialer Ausgrenzung gegen Homosexuelle und Transgender, das in weiten Bereichen von der katholischen Kirche (mit)geschürt wird. Die Polizei versucht die Übergriffe zu vertuschen, die portugiesische Presse, so sie überhaupt über den Vorfall berichtet, hebt die (zeitweise) Obdachlosigkeit des Opfers hervor. Vom portugiesischen TransGender-Verein "at." und der Gruppe "Rosa Panther" gibt es inzwischen umfassende Informationen und einen Aufruf zu Reaktionen aus aller Welt.
Quelle (Internet - Bisher ist auf Deutsch nur die Presse-Aussendung vom 25. Februar 2006 verfügbar)


"Wie können Männer nur solche Beine haben", stöhnte S.B. neidisch beim Anblick der ranken, schlanken Transen in Netzstrumpfhose.
Quelle (Express) 2005


Ex-Mitglied von Jethro Tull ist jetzt eine Frau.
Ein früheres Mitglied der Rockband Jethro Tull hat sich zur Frau umoperieren lassen. Der einstige Keyboarder der Band trägt jetzt lange blonde Haare.
Quelle (Internet) 2004


Transvestit sorgt für Verwirrung
Murrhardt - Eine Personenkontrolle der besonderen Art hatte am Sonntagvormittag der Schaffner eines Zuges in Murrhardt. Vier Personen nutzten den Zug von Stuttgart nach Schwäbisch Hall mit dem Baden-Württemberg-Ticket, dass eine Personengruppe von fünf Personen zur gemeinsamen Reise berechtigt. Einer muss hierfür verantwortlich seinen Namen angeben. Das wurde auch von einem 34-jährigen Mann gemacht, allerdings quittierte er das Ticket mit einem weiblichen Namen.

Der Schaffner ging von einer falschen Namensangabe aus und nahm das Ticket an sich. Daraufhin kam es zu einem Gerangel zwischen den Beteiligten, bei dem der Schaffner offensichtlich am Daumen verletzt wurde.

Die Streife des Polizeireviers Backnang konnte das Rätsel lösen. Beim Ticket-Verantwortlichen handelte es sich um eine Transvestiten mit eindeutiger, weiblicher Erscheinung, aber einem Personalausweis, der auf einen Mann ausgestellt ist!
Quelle (StZ - Stuttgarter Zeitung) 2010


Transsexueller will Brust-OP auf Kassenkosten
(daso) - Ein Transsexueller fordert von seiner Krankenkasse die Bezahlung einer Brustoperation. Dafür zieht der ehemalige Soldat nun sogar vor Gericht, wie die Online-Ausgabe der "Welt" berichtet.Der transsexuelle Ex-Soldat kämpft vor dem Sozialgericht Hannover für die Bezahlung seiner Brustoperation.

Vor rund 18 Monaten begann der 51-Jährige eine Hormonbehandlung, deren Resultat im Brustbereich nicht seinen Vorstellungen entspricht. Der jahrelang mit einer Deutschen verheiratete Brite fordert von seiner Krankenkasse die Übernahme der rund 6.000 Euro teuren Operation. Inzwischen beschäftigt sich das Sozialgericht Hannover mit diesem Fall.

Ein Gutachter soll in den kommenden Wochen entscheiden, ob der Eingriff rein kosmetischer Natur ist oder eine körperliche Entstellung besteht. Denn nur dann wäre es möglich, dass die Kasse die anfallenden Kosten übernimmt. Die in den nächsten Tagen anstehende Unterleibsoperation, die wesentlich teurer ist, werde die Krankenkasse aller Voraussicht nach zahlen.

Das Bundessozialgericht hatte im Jahr 2004 geurteilt, dass Krankenkassen im Regelfall Brustvergrößerungen und -verkleinerungen nicht übernehmen müssen. Entscheidend wird in diesem Fall sein, aus welchen Gründen die Behandlung durchgeführt werden soll.
Quelle (GMX) 2010


Europride 2010 in WARSCHAU
Das Europäische Pride Comitee beschloss die EUROPRIDE 2010 in Warschau auszurichten. Damit wollen die Organisatoren ein Zeichen setzen, nachdem von Lech Kaczynski, dem ehemaligen Bürgermeister von Warschau und anschließendem Präsidenten Polens, ein CSD in Warschau mehrfach verboten wurde, wofür mittlerweile der Europäische Gerichtshof den ultrakonservativen Politiker wegen Diskriminierung und Verstoß gegen die Versammlungsfreiheit verurteilt hat.

Die jährliche Europride soll die Gemeinsamkeit der europäischen Queer-Szene hervorheben und stärken. Schwule, Lesben und TransGender aller Länder sind aufgerufen sich aktiv und passiv zu beteiligen. Zahlreiche Veranstaltungen, Seminare, sportliche und kulturelle Veranstaltungen gipfeln in einem abschließenden Umzug durch die Stadt.

Für 2011 ist Rom als Europride-Stadt vorgesehen.
Quelle (www.europride.com) 2010


5 Jahre Hilfsangebot für Transgender, Angehörige und Interessierte in Düsseldorf und Umgebung

Wir schreiben das Jahr 2004. Am Sonntag, den 17. Oktober 2004 veranstaltet Xenia Tegee erstmals den Gendertreff Rheinland. Schnell sollte sich der Stammtisch zu einer festen Institution für Transgender in Düsseldorf und Umgebung mausern.

Zunächst im Café Rosamond veranstaltet, finden Transgender, Angehörige und Interessierte seit Januar 2009 jeden dritten Sonntag im Monat im Café Süd in Düsseldorf eine feste Anlaufstelle. Seit nunmehr fünf Jahren bietet der Gendertreff Rheinland in zwangloser Atmosphäre die Möglichkeit des Kennenlernens und des Erfahrungs- und Meinungsaustausches. Hier können Transgender ihr “inneres Ich” ausleben und feststellen, wie problemlos das Leben als Transgender sein kann.

Aus den bescheidenen Anfängen ist mit den Jahren ein umfangreiches Hilfs- und Informationsangebot entstanden. Ehrenamtlich geführt, bietet der Gendertreff nicht nur Transgender-Stammtische, sondern unter http://www.gendertreff.de auch eine Internet Plattform mit Forum, Blog & Magazin sowie vielen weiterführenden Informationen.

Ziel des Gendertreff ist neben der Hilfestellung für Transgender, deren Angehörigen und Freunde auch die Information der breiten Öffentlichkeit. Vielfach bestehen Vorurteile, die zeigen, dass große Teile der Gesellschaft sehr wenig über Transgender wissen und die es abzubauen gilt.

Auch für die nächsten fünf Jahre hat sich das Team einiges vorgenommen. Neben der Fortführung des Gendertreff Rheinland und des mittlerweile ebenfalls etablierten Brauhaustreff in Leverkusen-Opladen sind diverse Events von Candlelight-Dinner, Schminkseminar, Typberatung oder Tauschbörse bis hin zu Tanzworkshops oder Partys geplant.

Das fünfjährige Bestehen des Gendertreff Rheinland wird am 18. Oktober 2009 mit einem großen Brunch im Cafe Süd in Düsseldorf gefeiert. Wie immer sind nicht nur Transgender, sondern auch selbstverständlich deren Angehörige und Freunde herzlich willkommen.
Quelle (www.pressrelations.de) 2009
(www.gendertreff.de)



Neue Ergebnisse zur Geschlechtsumwandlung: Eierstöcke lassen sich in Hoden verwandeln
Wissenschaftler des European Molecular Biology Laboratorys in Heidelberg fanden in einem Experiment mit Mäusen heraus, dass sich durch die Ausschaltung nur eines einzigen Gens Eierstöcke in Hoden verwandeln lassen. Diese sind zwar nicht zur Spermaproduktion fähig, die Produktion des männliche Geschlechtshormons Testosteron erfolgt anschließend jedoch in einer normalen Konzentration. Die neuen Erkenntnisse können bei Behandlung von sexuellen Entwicklungsstörungen oder vorzeitiger Menopause eingesetzt werden. Hoden und Eierstöcke entwickeln sich aus den gleichen, zunächst neutralen, Keimdrüsen. Fehlen dem Embryo die Gene SRY oder Sox9, entwickeln sich die Keimdrüsen zu einem Eierstock. Wird das Gen Sox9 bei weiblichen Mäusen permanente unterdrückt, verhindert dies eine Verwandlung in Hoden. So können, via Genmanipulation, spezifische weibliche Zellen des Eierstocks in männliche Zellen umgewandelt werden.
Quelle (Internet - www.paradisi.de) 2009


Großbritannien: Erste transsexuelle Bürgermeisterin in Cambridge
Liberaldemokratin Jenny Bailey empfindet das neue Amt als große Ehre

London - Als erste Stadt in Großbritannien wird Cambridge seit Donnerstag von einer transsexuellen Bürgermeisterin regiert. "Das ist einfach fantastisch", freute sich Jenny Bailey, während sie sich in ihrer neuen Robe gemeinsam mit ihrer - ebenfalls transsexuellen - Lebenspartnerin Jennifer Liddle vor dem Rathaus ablichten ließ. Die 45-jährige Liberaldemokratin hatte vor rund 15 Jahren eine Geschlechtsumwandlung vornehmen lassen. Davor war sie verheiratet und hatte zwei Söhne gezeugt, die inzwischen 18 und 20 Jahre alt sind. Seit 2002 sitzt sie für die Liberaldemokraten im Rat der altehrwürdigen Universitätsstadt, seit einem Jahr ist sie bereits stellvertretende Bürgermeisterin. Ihr neues Mandat läuft in einem Jahr aus.
Vor ihrer Amtseinführung sagte sie der Zeitung "The Times", sie empfinde das neue Amt als große Ehre. Sie wolle nicht über ihre Transsexualität definiert werden. Menschen, die ihr Geschlecht umwandeln ließen, wollten am liebsten "verschwinden und ganz normal werden". Ihre Arbeit als Bürgermeisterin solle davon auf keinen Fall in den Hintergrund gedrängt werden. (APA)
Quelle (dieStandart.at) 2007


Forderung nach einer "Transtoilette" für Luxuria:
Rom - Nachdem der Transvestit Luxuria zum Parlamentarier der altkommunistischen "Rifondazione" gewählt worden ist, tobt im neuen italienischen Parlament eine heftige Debatte über die Toiletten der Abgeordnetenkammer. Ein Parlamentarier der zum Mitte-Rechts-Lager um Silvio Berlusconi gehörenden Neuen Sozialisten hat eine "dritte Sorte von Toilette" für den 40-jährigen Luxuria verlangt, den ersten Transvestiten, der jemals ins italienische Parlament eingezogen ist. "Wir brauchen eine 'Transtoilette'", forderte der Parlamentarier Lucio Barani in einer Anfrage an den Präsidenten der Abgeordnetenkammer, Fausto Bertinotti.
Baranis Forderung löste heftigen Protest Luxurias aus, der vor einer "Toilettenapartheid" warnte. "Eine Toilette ganz für mich? Ich glaube, das ist ein Privileg, das ich nicht verdiene. Ich denke, dass die sanitären Anlagen für Frauen, auch Transvestiten offen sein sollten. Denjenigen, denen meine Anwesenheit peinlich ist, erinnere ich, dass man die Tür schließt, wenn man auf die Toilette geht", so Luxuria.
Luxuria (lat.: "Wollust") wurde vor 40 Jahren als Mann mit dem Namen Vladimiro Guadagno geboren, lebt und kleidet sich aber wie eine Frau - wenn aber auch nur selten im schrillen Look einer Drag Queen. Mit seinem Szenenamen ist Guadagno schon längst eine Ikone der Homosexuellenbewegung in Italien. Der bekannte Schauspieler und Komödiant kam als Quereinsteiger in die Politik: Rifondazione-Chef Fausto Bertinotti überzeugte ihn und verschaffte ihm einen Spitzenplatz auf der Liste seiner Partei in Rom.
Luxuria versteht sich als Frau. "Ab heute kann man mich 'Frau Abgeordnete' nennen. Ich will dafür arbeiten, damit diejenigen, die sich von der Politik nicht repräsentiert fühlen, endlich eine Stimme haben", kommentierte Luxuria seinen Wahlsieg. Nach dem Sprung ins Parlament ist Luxuria zu einem Liebling der Medien geworden, die ihn gern interviewen und fotografieren. Der Transvestit wurde im Wahlkampf des Öfteren zum Opfer einer Hasskampagne von Seiten mehrerer Rechtspolitiker.

In einem katholisch und oft von Machismo-Allüren geprägten Land reagiert der Transvestit gelassen. Er sei auf Ratlosigkeit eingestellt gewesen, aber "nicht auf solche persönlichen Beleidigungen", sagte Luxuria, im dezenten schwarzen Hosenanzug und sorgfältig geschminkt. "Meine Gegner dachten, dass ich mich ständig wie eine Drag Queen in Federboa und Perücke werfe und übertrieben schminke. Aber weil das nicht der Fall ist, weil ich mich normal kleide, sind sie fassungslos."
Quelle (Internet - www.diestandard.at) 2006


Weibliche Gesinnung. Anwalt im Damenkleid
Aus Protest gegen die angebliche Benachteiligung von Frauen im neuseeländischen Justizsystem hat sich ein Anwalt ins Zeug gelegt: Kostümiert mit einem langen Kleid, Damenstrümpfen und einer Diamantenbrosche überraschte Rob Moodie die Anwesenden in einem Gericht in Neuseeland und forderte ein Umdenken seiner Mitmenschen.
"Ich protestiere gegen die männliche Gesinnung, die diesen Fall dominiert", sagte Moodie der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. "Von jetzt an werde ich mich jeden Tag wie ein Mädchen anziehen." Der Anwalt fügte hinzu, er habe eine Ehefrau und drei Kinder, aber schon immer auch eine stark ausgeprägte weibliche Ader gehabt. "Die Geschlechter sind nicht gegensätzlich, sondern komplementär", plädierte Moodie. In dem langwierigen Verfahren vor Gericht geht es eigentlich um den Tod eines Mannes beim Einsturz einer Brücke.
Quelle (Internet - www.n-tv.de) 2006


Mann in Frauenkleidern sprühte Reizgas (Düsseldorf)
Frotzeleien von Frauen muss ein Mann, der in Frauenkleidern ausgeht, hinnehmen. Auch nach dem lauten Lästern von drei Frauen in der Warteschlange einer Postfiliale hätte ein 26-jähriger Brasilianer, der öffentlich als Frau in Frauenkleidern auftritt, nicht gewaltsam reagieren dürfen. Darauf hat gestern eine Amtsrichterin im Prozess gegen den Mann hingewiesen. Ursprünglich sollte der 26-jährige laut Strafbefehl 1.350,- Euro wegen gefährlicher Körperverletzung zahlen, weil er alle drei Frauen damals mit Reizgas besprüht hatte und sie dabei verletzt hatte. Doch nach der Anhörung von vier Zeugen sprach die Richterin den Mann frei. Er habe nämlich in Notwehr gehandelt, so lautete das Urteil.
Es muss eine filmreife Szene gewesen sein, die sich vor rund einem Jahr in jener Postfiliale zugetragen hat: Ans Ende der Warteschlange vor einem Postschalter hatte sich der Angeklagte damals eingereiht, genau hinter drei jungen Frauen. Prompt hat das Trio drauflos gelästert: „Wir haben gleich gesehen, dass es keine Frau ist, sondern ein Mann“, so eine der Frauen gestern. Und plötzlich habe der Angeklagte, der auch zum Prozess wie eine Frau mit wallender Haarpracht, tiefem Dekolleté in schwarzer Spitzenbluse, mit rosafarbener Jeans und armdicken Goldohrringen erschien, die Lästerzungen attackiert. Grundlos habe der 26-jährige alle drei mit Reizgas besprüht. Eine 33-jährige Zeugin war sich sogar sicher: „Hätte der ein Messer gehabt, er hätte uns eiskalt umgebracht. Er kam ganz nah an mich heran und sprühte plötzlich mit dem Reizgas.“ Die Frau bestritt, mit ihren Freundinnen den 26-jährigen Angeklagten beschimpft und beleidigt zu haben. Eine 22-jährige Freundin ergänzte: „Ich greife doch nicht einen Mann an. Ich bin doch nicht blöd!“ Allerdings musste sie dann doch zugeben, dass der Mann zuvor von einer ihrer Freundinnen geschubst worden war.
Damit hatte die Richterin genug gehört, um ihr Urteil zu fällen. Darin betonte sie: Auch eine erhebliche Provokation durch die Frauen hätte dem Mann noch lange nicht das Recht gegeben, zum Reizgas zu greifen. Weil der Mann aber zudem geschubst worden war, konnte er von einem Angriff der weiblichen Übermacht ausgehen und durfte in dieser Notwehr-Situation zum Reizgas greifen.
Die Folge: Freispruch. Und die Kosten für das gesamte Verfahren muss jetzt die Staatskasse übernehmen.
Quelle (Rheinischen Post) 2006


Ratzinger attackiert Gleichbehandlungsgesetze
Papst hält Londons Regelungen, die Diskriminierung verbieten, für ungerecht - Kontroverse vor Besuch in Großbritannien

Joseph Ratzinger, der im Herbst erstmals als Papst Großbritannien besucht, hat mit einer Aussage zur britischen Gleichstellungspolitik für Aufsehen gesorgt. Konkret im Visier des Papstes: Homosexuelle, deren Gleichbehandlung "dem natürlichen Recht" widerspreche. Während eines Vorbereitungsbesuchs von katholischen Bischöfen im Vatikan äußerte sich Ratzinger über die neue Bestimmung im britischen Gesetzbuch, wonach katholische Adoptionsagenturen homosexuelle Paare nicht diskriminieren dürfen und Kirchengemeinden Homosexuelle oder Transgender-Personen nicht grundsätzlich von Jobs fernhalten dürfen.

Wörtlich sagte der Papst: "Der Effekt mancher dieser Gesetze, die dazu geschaffen wurden um Gleichstellung zu erreichen, besteht in ungerechten Einschränkungen der Religionsfreiheit. Teilweise stehen sie sogar dem natürlichen Recht entgegen, das eigentlich die Gleichheit aller Menschen garantieren soll."

Im September wird Ratzinger Großbritannien besuchen. Die National Secular Society, die für eine strenge Trennung von Staat und Kirche eintritt, spart nicht mit Kritik. Präsident Terry Saunderson meinte: "Der Steuerzahler muss 20 Millionen Pfund für den Besuch eines Menschen zahlen, der schon angekündigt hat, Diskriminierung zu fördern."
Quelle (Guardian London) 2010


Wiener Innenministerium ignoriert Urteil des Höchstgerichts
Anzeige wegen Amts-Missbrauch bei Transgender-Erlass

Hohe Wogen schlägt in Österreichs TransGender-Kreisen die Weigerung des Innenministeriums, Urteile der Höchstgerichte über die Rechte von Transgender anzuerkennen. So haben Verwaltungs- und Verfassungsgerichtshof mehrmals festgestellt, dass eine geschlechtsanpassende Operation nicht notwendig ist, um das Geschlecht amtlich zu ändern. Das Innenministerium ignoriert diese Urteile und beharrt weiter auf der Operation.

Darf ein Transsexueller ohne Operation amtlich das Geschlecht wechseln? Der Verfassungsgerichtshof sagt ja, das Innenministerium nein.

Deshalb hat Helmut Graupner, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Rechtskomitee Lambda (RKL) jetzt im Namen einer Transgender-Mandantin bei der Korruptionsstaatsanwaltschaft eine Anzeige wegen Amtsmissbrauch im Innenministerium eingebracht.

Ab wann darf ein Transsexueller oder eine Transsexuelle amtlich das Geschlecht wechseln? Nach Auffassung des Innenministeriums ist dafür eine geschlechtsumwandelnde Operation nötig. Der Verfassungsgerichtshof ist da anderer Ansicht: Es bestehe kein Operationszwang, heißt es in einem Urteil von Dezember 2009.

Die Mann-zu-Frau-Transgender hat mittlerweile dreimal die Änderung der Personenstandsurkunden und des Namens beantragt. Ohne Erfolg: Das Innenministerium lehnte jedes Mal mit der Begründung ab, dass keine genitalverändernde Operation vorgenommen wurde. Dabei hat der Verwaltungsgerichtshof (VwGH) bereits festgestellt, dass es keinen "Operationszwang" für Transgender gibt und die Bescheide bereits zweimal aufgehoben. Auch der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hat im Dezember 2009 festgestellt: "Voraussetzung für die Änderung des Geschlechtseintrags im Geburtenbuch ist keineswegs eine (genitalverändernde) Operation."

Da das Innenministerium im vergangenen Herbst diesen Antrag wieder mit derselben Begründung ablehnte, sieht Graupner Amtsmissbrauch gegeben. Denn das Innenministerium sei laut Verwaltungsgerichtshofgesetz an die Rechtsansicht des Höchstgerichts gebunden. Zuständig für alle Fälle von Amtsmissbrauch ist die Korruptionsstaatsanwaltschaft. Die Anzeige sei eingelangt und werde geprüft, heißt es dort.

Das Innenministerium gibt sich zur Anzeige zugeknöpft: Man könne "nur abwarten, was die Korruptionsstaatsanwaltschaft sagt", erklärt Sprecher Rudolf Gollia. Die zuständige Abteilung habe vor dem Bescheid eine gutachterliche Stellungnahme eingeholt und aufgrund dieser entschieden, heißt es aus dem Innenministerium.

Eine Ansicht, die der Verfassungsgerichtshof nicht teilt: "An Entscheidungen des VfGH gibt es nichts herumzudeuteln", macht Christian Neuwirth, Sprecher des VfGH, klar. "Sollten Behörden gegen die Rechtsansicht des VfGH verstoßen, werden diese Behörden-Entscheidungen letztlich keinen Bestand haben. Das Innenministerium würde hier auf dem kürzeren Ast sitzen", so Neuwirth weiter.
Quelle (www.ggg.at) 2010


Zwei Seelen
Der folgende Song (www.gendertreff.de/blog/2009/11/29/zwei-seelen/) entstand für das Candlelight Dinner am 14.11.2009 und wurde zu diesem Anlass im Cafe Süd in Düsseldorf zum ersten Mal einem begeisterten Publikum vorgetragen. Die über 30 Gäste dieses besonderen Events konnten live miterleben, wie Sarah und Cinderella das unter die Haut gehende Stück “Zwei Seelen” vortrugen und die Anwesenden bekamen am Schluss je eine Original-CD mit Bonusmaterial überreicht. Es war ein überwältigender Abend, der nicht nur durch dieses Highlight unvergessen bleibt.

Der Gendertreff ist stolz darauf, Song und Text mit freundlicher Genehmigung von Sascha, Cinderella, Josi und Sarah hier an dieser Stelle exklusiv veröffentlichen zu dürfen und bedankt sich recht herzlich dafür.
Quelle (www.gendertreff.de/blog/2009/11/29/zwei-seelen/) 2009


In Indien gibt es bald Toiletten für Transsexuelle
Der "Indian Express" berichtet, dass in der Stadt Chennai drei Toiletten errichtet werden, die ausschlielich von Transsexuellen genutzt werden sollen. Laut dem Stadtdezernenten Rajesh Lakhoni sollen die Toiletten zur Anerkennung der Minderheit beitragen. In Indien leben rund eine halbe Million Transsexuelle. Doch die Reaktionen auf die neuen "stillen Örtchen" sind geteilt. So sind manche der Meinung, dass gerade dadurch eine Trennung der Transsexuellen vom Rest der Gesellschaft forciert wird, andere wiederum sehen darin ein hilfreiches Projekt.
Quelle (Indian Express) 2009


Hormonstörung im Mutterleib
Ein hormonelles Ungleichgewicht während der Embryonalentwicklung scheint dazu beizutragen, dass ein Mensch transsexuell geboren wird.
Für die Wissenschaft ist Transsexualität rätselhaft, weil sich Transsexuelle genetisch, hormonell und anatomisch eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen – jedoch nicht dem, mit dem sie leben wollen. Eine mögliche Erklärung, warum das so ist, liefert eine deutsche Studie: Männer verspüren eher den Wunsch, als Frau zu leben, wenn sie als Kind im Mutterleib einem niedrigen Spiegel männlicher Geschlechtshormone ausgesetzt waren.
Der Neuroendokrinologe Günter Karl Stalla und seine Mitarbeiter vom Max-Planck-Institut für Psychiatrie in München überprüften die Hypothese, dass Hormonstörungen für Transsexualität mitverantwortlich sind. Dazu bestimmten sie bei mehr als 100 Transsexuellen das Verhältnis der Länge von Zeige- zu Ringfinger. Die Differenz ist umso größer, je weniger männliche Geschlechtshormone – sogenannte Androgene – während der vorgeburtlichen Entwicklung auf ein Kind einwirken.
Männer wünschen sich öfter ins andere Geschlecht als Frauen
„Das Ergebnis liefert für Mann-zu-Frau-Transsexuelle eine biologische Erklärung für die Entstehung der Transsexualität“, erläutert Professor Stalla. Bei ihnen fanden die Forscher eine andere Relation der Fingerlänge als bei Männern, die sich auch als solche fühlen. Die Fingergröße der Transsexuellen entsprach in etwa der von heterosexuellen Frauen. Das zeigt, dass sie im Mutterleib geringeren Mengen Androgen ausgesetzt waren als der Durchschnittsmann.
Etwa einer von 12 000 Männern wünscht sich, eine Frau zu sein – obwohl sein biologisches Geschlecht eindeutig männlich ist. Bei Frauen ist die Transsexualität seltener, etwa eine von 30 000 biologischen Frauen wäre lieber als Mann geboren. „Der Wunsch, das Geschlecht zu wechseln, ist meist stark ausgeprägt, oft geradezu kompromisslos“, sagt der Neuroendokrinologe. Viele Betroffene würden berichten, dass sie schon als Kind das Gefühl hatten, im falschen Geschlecht zu leben. Mitunter versuchten sie, ihr biologisches Geschlecht nach außen zu verbergen. „Schlimmstenfalls kommt es zu Selbstverstümmelungen, Depressionen oder Suizidversuchen“, sagt der Experte. „Wir müssen weiter an den Ursachen forschen, um besser auf die Bedürfnisse der Betroffenen eingehen zu können und besser in der Lage zu sein, sie therapeutisch zu unterstützen.“
pap/Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
Quelle (Focus online) 2007



Evangelische Nachrichtenagentur idea Spring Arbor (idea) – Eine evangelikale Privatuniversität in den USA will sich von einem transsexuellen Professor trennen, weil sein Auftreten als Frau nicht mit dem christlichen Glauben zu vereinbaren sei. Der 55-jährige verheiratete John Nemecek lehrt seit 16 Jahren an der Universität von Spring Arbor (Bundesstaat Michigan), die von der Freien Methodistischen Kirche getragen wird. Vor zwei Jahren begann der ordinierte Baptistenpastor mit einer Hormonbehandlung und trat als Julie Marie Nemecek auf. Die Universität hat ihm zum 1. Juni gekündigt. Dagegen will Nemecek arbeitsgerichtlich vorgehen.
Quelle (Evangelische Nachrichtenagentur idea) 2006


Transsexuell auf Antrag
In New York soll es künftig möglich sein, sein Geschlecht auf Antrag zu ändern, ohne eine medizinische Umwandlung durchzuführen. Die Frage der Geschlechtsidentität soll damit zu einem Recht der persönlichen Wahl werden ungeachtet der biologischen Merkmale. Voraussetzung ist eine Bescheinigung des Arztes, daß der Identitätswechsel dauerhaft ist und eine zweijährige Probezeit in der nachweislich bereits ein Leben in dem angestrebten Geschlecht geführt wurde.
Quelle (Internet) 2006


Streit um Unisex-Toiletten am Arbeitsplatz
Gewerkschaft will sie, um Diskriminierung von Transsexuellen zu vermeiden, Abgeordnete Vladimir Luxuria einverstanden Der Gewerkschaftsverband CGIL fordert Unisex-Toiletten am Arbeitsplatz, um die Diskriminierung von Transsexuellen zu vermeiden. "Wir verlangen an Arbeitsplätzen größere Toiletten, die von allen Arbeitnehmer, Männern, Frauen, Müttern mit Kindern und Behinderten, benützt werden können. Auf diese Weise kann man Diskriminierungen vermeiden", sagte CGIL-Sprecherin Maria Gigliola Toniollo.
Für Jungs oder Mädchen
Im Parlament in Rom wird seit Tagen heftig darüber gestritten, welche Toilette Transsexuelle benutzen sollen. Die als Mann geborene 40-jährige Abgeordnete und frühere Drag-Queen Vladimir Luxuria berichtete, die Abgeordnete Elisabetta Gardini von der rechtsgerichteten Forza Italia habe sie aus der Damentoilette des Parlaments gewiesen. Die für die linksgerichtete Regierungsallianz im Parlament sitzende Luxuria, die sich keiner Geschlechtsumwandlung unterzogen hat, trägt Damenkleider und will als Frau angesprochen werden.
"Richtige Lösung"
Mit dem Vorschlag der CGIL zeigte sich Luxuria einverstanden: "Unisex-Toiletten sind die richtige Lösung, verbunden mit Toleranz und Respekt. Ärgerlich gab sich dagegen die Abgeordnete Gardini: "Wer immer noch denkt, dass es zwei und nicht fünf Geschlechter gibt, darf nicht kriminalisiert werden."
Keine Operation
Luxuria will für die Rechte der Transsexuelle kämpfen. Sie setzt sich für die Einführung eines Gesetzes ein, das es erlauben soll, das Geschlecht auf Dokumenten zu ändern, auch wenn man sich keiner Operation unterzogen hat. "Ich fühle mich als Frau, auch wenn ich mich niemals einer Operation zur Geschlechtsänderung unterziehen würde", sagte Luxuria. (APA)
Quelle (dieStandart.at) 2006


Erleichterung für Transsexuelle in Spanien
Am Dienstag hat der spanische Kongress ein neues Gesetz bezüglich von Namensänderungen von Transsexuellen verabschiedet. Das Gesetz ermöglicht es Transsexuellen in Spanien die Identität des anderen Geschlechts anzunehmen und entsprechend ihre Namen zu ändern und neue Ausweisdokumente zu bekommen, ohne sich zuvor einer Operation zu unterziehen. Das neue Gesetz, das gegen den Widerstand der konservativen Volkspartei Partido Popular verabschiedet worden ist, wurde von der sozialistischen Regierung von Jose Luis Rodriguez Zapatero auf den Weg gebracht. Es muss nun noch den spanischen Senat passieren. Genauso wie das Gesetz aus dem Jahr 2005, dass homosexuellen Paaren in Spanien die gleichgeschlechtliche Ehe erlaubt, wird das Gesetz von konservativer Seite abgelehnt.
Quelle (Internet) 2006


Mexikanerin zur schönsten Transsexuellen der Welt gekürt
Schönheitswettbewerb gibt es nur in Thailand
Sie hat wallende, hellbraune Haare, lange Beine, ein strahlendes Lächeln und unterscheidet sich äußerlich kaum von Teilnehmerinnen anderer Schönheitswettbewerbe: Die Mexikanerin Erica Andrews ist die schönste Transsexuelle der Welt. Beim Wettbewerb um "Miss International Queen 2006" im thailändischen Sextouristen-Paradies Pattaya stach sie Patricia Montrecarlo von den Philippinen und die thailändische Favoritin Ratravee Jiraprapakul aus. "Was für ein wunderbares Gefühl", strahlte die 38-Jährige, als sie im roten Glamourkleid im Stil der 20er Jahre die Diamantkrone und das Preisgeld in Höhe von umgerechnet knapp 8000 Euro entgegennahm. Andrews gewann bei der Kür im Bikini und in Abendrobe, verlor aber bei den Landestrachten gegen den traditionellen Hanbok der Koreanerin "Miss Maria". Extra-Beachtung fanden die Kandidatinnen aus Japan, Italien und Ägypten, die sich als Samurai, Gladiator und Pharao präsentierten. An dem Wettbewerb nahmen ingesamt 23 Schönheiten aus aller Welt teil. Thailand ist das einzige Land, das neben unzähligen Schönheitswettbewerben auch Miss-Wahlen für Transsexuelle veranstaltet. Nach Angaben des Popkultur-Experten Philip Cornwel-Smith stoßen Menschen mit geschlechtlicher Identitätsstörung in dem südostasiatischen Land auf große Toleranz. Der buddhistische Glauben gehe davon aus, dass diese in einem früheren Leben Ehebrecher gewesen seien, und dass jeder einmal Ehebrecher war oder sein wird. Die neue Miss International Queen zeigte sich von der Akzeptanz der Thais überwältigt: "Hier fühle ich mich wie zu Hause" sagte sie und betonte, in keinem anderen Land habe sie sich jemals so willkommen gefühlt.
Quelle (freiepresse.de) 2006


Disclaimer: Die hier gezeigten Berichte stammen von den jeweils angegebenen Quellen.
Sie wurden unverändert hier eingestellt und spiegeln nicht die Meinung des Gendertreff bzw. des Gendertreff-Teams wieder, sondern reflektieren die Berichterstattung über Transgender in den Medien.

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